
Hotel und Pension Degenbalm, Morschach, 1907; Ansichtskarte: Heinrich Guggenheim, Zürich / Staatsarchiv Schwyz, SG.CIV.12.1794
Bereits im Jahre 1875 erkannten Alois und Aloisia Immoos, dass man auf dem herrlich gelegenen Hof Degenbalm mehr als „nur“ Landwirtschaft betreiben konnte.
Mit dem gleichnamigen Hotel entstand ein Ort, der den Reisenden nicht nur einen Tennisplatz, eine grosse Terrasse und später bis zu 90 Übernachtungsplätze bot, sondern auch die frischen Produkte des eigenen Bauernbetriebs: Milch, Rahm, Molke, Käse, Fleisch und Wurst. Der Werbeprospekt warb Anfang 20. Jahrhundert denn auch mit Neuerungen wie der elektrischen Beleuchtung, Telefon, ausgezeichnetem Quellwasser, kalten und warmen Bädern und sogar Toiletten mit Wasserspülung. Diverse, für damalige Zeiten nicht selbstverständliche, Ausstattungsmerkmale.
Es erstaunt daher nicht, dass schon bald namhafte und angesehene Gäste hier abstiegen: Fürst Otto von Bismarck, Louis-Ulysse Chopard (Uhrenfabrikant) oder auch General Luigi Cadorna aus Italien. Ungarische und deutsche Gräfinnen sowie angesehene Leute aus der damaligen „High Society“ folgten ihnen, wohl nicht zuletzt auch dank der herrlichen Aussicht, der ruhigen und schattigen Gartenanlage und der Chance, mit dem hotel-eigenen Automobil (Holzmobil und später mit dem grossen Oldsmobile) chauffiert zu werden.