Das Brändli

Die Geschichte des Brändli reicht in den Urkunden tief ins 17. Jahrhundert zurück und zeigt, wie ein verwilderter Hügel zu einem der schönsten Hotelparks des 19. und 20. Jahrhunderts wurde.

Am 12. Mai 1628 beurkundet die Schwyzer Regierung:

“Wir Landamman und gesäβener Landrath zu Schwÿz thundt kund & zu & zu wissen”, dass die “Gärten im Anschart”, die von Kirchgenossen bisher auf Lebzeit und nicht vererbbar gepachtet werden konnten, neu als Eigengut übergeben werden. Denn durch die Pflege der Landstücke, die “nicht anderst dan[n] Stein und Studen gsin, [sei] auf groβe Mühe & Arbeit solches uszurüthen & zu sübren, & sunst einichen Nutzen hier usgezogen worden”. Die vorliegende Abschrift dieser Urkunde ist dem Protokoll des Gemeinderats Morschach vom “26. Abrill 1865” vorangestellt, denn in der Urkunde wie im Protokoll geht es um “diese Gärten im Anschart”. Aus dem Protokoll dieser Gemeinderatssitzung vom 26.04.1865 lässt sich schliessen, dass die Zimmertemperatur hoch gewesen sein muss in dieser Sitzung. Denn der Gemeinderat musste sich gegenüber Herrn “Kantons- & Kanzleidiräktor Amb.[bros] Eberle” und dessen “Fürsprech Eberle” zu happigen Vorwürfen verteidigen. Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen  und herunterladen.

Die “Gärten im Anschart Brändli” entwickelten sich im 19. Jahrhundert zu blühenden Hotelgärten und zu blühend fantasievollen Werbeträgern:

Ambros Eberle war ja nicht nur einflussreicher Politker und Hotelgründer, sondern auch Redaktor des Waldstätter Boten und der Schwyzer Zeitung, die er in seiner 1846 gekauften Buchdruckerei Kälin in Schwyz druckte. Zudem war er ein begnadeter Hobby-Dichter. Aber in diesem Fall konnte er nicht gut selber schreiben. Anfang der 1860er Jahre machte Karl Eichhorn in Schwyz seine Schriftsetzerlehre und entdeckte seine eigene schriftstellerische Ader. Seine poetischen Beiträge erschienen schon bald in verschiedenen Blättern. Ab 1870 war er 25 Jahre lang Redaktor verschiedener Zeitung und verlegte sich danach ganz aufs Dichten. 1896 erschien sein Hagröslein – Erzählungen und Bilder aus dem Volksleben der Waldstätte mit der 30-Seiten-Geschichte: Der Brändli-Toneli auf Morschach. Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen  und herunterladen.

Erfreuen Sie sich hier an der erbaulichen Lebensgeschichte des Brändli-Toneli aus Morschach: